Rain: Ein offenbar betrunkener Autofahrer aus dem Landkreis Dillingen verursacht auf der B16 bei Rain hohen Schaden, flüchtet zu Fuß, wird aber schnell gefasst.
Ein offenbar betrunkener Autofahrer aus dem Landkreis Dillingen hat auf der B16 bei Rain am Sonntagmorgen (30.11.2025) einen Unfall gebaut, dadurch zwei weitere Karambolagen ausgelöst und Schaden in Höhe von insgesamt schätzungsweise 65.000 Euro angerichtet. Der Mann flüchtete zu Fuß. Die Polizei konnte ihn aber dank eines aufmerksamen Feuerwehrmanns rasch fassen.
Nach Angaben der Polizei war der 43-Jährige gegen 7 Uhr auf der Bundesstraße von Neuburg her kommend in Richtung Donauwörth unterwegs. Auf Höhe der Anschlussstelle Rain-Ost kam er mit seinem Mercedes nach links von der Straße ab. Der Pkw überrrollte ein Verkehrszeichen. Durch den Aufprall wurde dieses aus der Verankerung gerissen und auf die Fahrbahn geschleudert. Zwei weitere Wagen kollidierten mit dem Schild. Der Audi eines 24-Jährigen wurde an der rechten Stoßstange, der BMW eines 58-Jährigen am rechten vorderen Kotflügel beschädigt.
Feuerwehrmann erblickt in Rain den Verdächtigen auf der Straße
Der Mercedes des Verursachers blieb in einem angrenzenden Feld neben der B16 stehen. Das Auto setzte einen automatischen Notruf (eCall-System) und übermittelte den Standort, damit Rettungskräfte dorthin eilen konnten. Als die Polizei an der Unfallstelle eintraf, fehlte von dem Fahrer jede Spur. Wenig später konnte er jedoch im Graisbacher Weg in Rain festgenommen werden. Den entscheidenden Hinweis lieferte ein Aktiver der örtlichen Feuerwehr. Er nahm auf der Fahrt zum Einsatzort einen entgegenkommenden Fußgänger wahr, der sich auffällig verhielt und wegrannte. Sofort informierte der Feuerwehrmann die Polizei und stellte ihn, bis die Gesetzeshüter dort erschienen.
Sie stellten fest, dass der Verdächtige der Besitzer des Mercedes war und diesen offensichtlich auch zum Unfallzeitpunkt gesteuert hatte. Da der 43-Jährige jegliche Beteiligung bestritt, wurden in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft weitere Maßnahmen eingeleitet, um zu klären, ob er der Fahrer war. Der Mann machte laut Polizei „einen deutlich alkoholisierten Eindruck“. Deshalb wurde ihm im Krankenhaus in Donauwörth Blut abgezapft, um den Promillewert zu ermitteln. Der 43-Jährige wies Verletzungen am Körper und an den Händen auf.
Pressebericht aus der Donauwörther-Zeitung vom 02.12.2025.
