Rain/Mittelstetten: Die Vollsperrung der Südumgehung bei Rain führte zu einer Umleitung, die in einen weiteren Zwischenfall mündete. Am Ende stehen Ermittlungen wegen Diebstahls.
Zu einem größeren Einsatz für Polizei und Feuerwehr Rain kam es am Mittwoch, 20. Mai, im Gebiet um die Lechstadt: Zunächst stießen ein Auto und ein Sattelzug auf der Umgehung zusammen, dann blieb während der einstündigen Komplettsperrung der Straße ein Laster, der die Umleitungsstrecke verfehlt hatte, an der Bahnunterführung von Mittelstetten hängen.
Wie die Polizei mitteilt, passierte der erste Vorfall gegen 12.15 Uhr. Um diese Zeit war der Fahrer eines Sattelzugs in südlicher Richtung auf dem Südring unterwegs. Dort finden derzeit Bankettarbeiten statt. Ein Fahrzeug der Straßenmeisterei war deshalb auf der Fahrbahn ordnungsgemäß abgestellt. Um daran vorbeizufahren, musste der Lkw-Lenker auf die Gegenfahrbahn ausscheren.
Im selben Moment bog eine 54-jährige Autofahrerin auf den Südring ein. Sie übersah den entgegenkommenden Sattelzug und kollidierte mit dessen linker Seite. Alle Beteiligten blieben unverletzt. An beiden Fahrzeugen entstand jedoch erheblicher Sachschaden, der von der Polizei auf etwa 13.000 Euro geschätzt wird.
Die Feuerwehr Rain sicherte mit 20 Kräften die Unfallstelle ab und leitete um
Die Freiwillige Feuerwehr Rain war mit rund 20 Einsatzkräften vor Ort, um die Unfallstelle abzusichern und den Verkehr umzuleiten. Für die Dauer der Unfallaufnahme und der Bergungsarbeiten musste der Südring eine Stunde komplett gesperrt und eine Umleitung eingerichtet werden.
Diese Umleitung führte zu einem zweiten Zwischenfall. Ein weiterer Sattelzug war laut Polizei gegen 13.10 Uhr auf dem Südring in nördlicher Richtung unterwegs. Dessen Fahrer beabsichtigte, auf die B16 aufzufahren. Wegen der bestehenden Sperrung folgte der 72-Jährige der Umleitung. Dabei bog er jedoch falsch ab und geriet mit seinem Gespann zur Bahnunterführung vor Mittelstetten.
Die Höhenbegrenzung an der Unterführung war gestohlen worden
Da dort kein Höhenbegrenzungsschild angebracht war, ging der Fahrer von einer ausreichenden Durchfahrtshöhe aus. Beim Durchfahren blieb der Sattelzug jedoch mit dem Dach des Aufliegers an der Decke der Unterführung hängen. Nach einer ersten Einschätzung eines Notfallmanagers der Deutschen Bahn entstand an dem Brückenbauwerk kein größerer Schaden. Der Gesamtschaden an Auflieger und Unterführung wird auf rund 5000 Euro beziffert.
Bei der Unfallaufnahme stellte die Polizei fest, dass das vorgeschriebene Höhenbegrenzungsschild an der Unterführung zu einem bislang unbekannten Zeitpunkt gestohlen worden war. Die Polizeiinspektion Rain hat daher ein Strafverfahren eingeleitet und ermittelt nun wegen Diebstahls sowie wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Zeugen zum Vorfall werden gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Rain unter der Telefonnummer 09090/7007-0 in Verbindung zu setzen. (AZ)
Quelle: Donauwörther-Zeitung 22.05.2026 Bericht von Donauwörther-Zeitung
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